Apotheke 26 - Pack Ma's – Rückblick auf eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe

Die Veranstaltungsreihe Apotheke 2026 – Pack Ma’s! von Pharmatechnik hat in Passau, Würzburg und Nürnberg eindrucksvoll gezeigt, wie stark sich die Anforderungen an Apotheken aktuell verändern. Zwischen Digitalisierung, neuen Versorgungsformen und steigendem wirtschaftlichem Druck wird deutlich: Viele Apotheken arbeiten fachlich auf sehr hohem Niveau, aber die wirtschaftliche Steuerung bleibt häufig hinter den tatsächlichen Möglichkeiten zurück. Genau hier setzte die Reihe an, mit der Frage, wie Apotheken im Jahr 2026 nicht nur operativ funktionieren, sondern auch wirtschaftlich stabil und zukunftssicher gesteuert werden können.

UNSERE HIGHLIGHTS DER Veranstaltung

Was ist Apotheke 26 – Pack ma’s! von Pharmatechnik?

Pharmatechnik hat mit dieser Veranstaltungsreihe unterschiedliche Perspektiven aus der Branche zusammengebracht, mit dem Ziel, nicht nur über Zukunft zu sprechen, sondern konkrete Ansätze für den Apothekenalltag zu liefern. Gerd Krauß eröffnete die Veranstaltungen mit einem Überblick über aktuelle Entwicklungen bei Pharmatechnik. Dabei wurde schnell klar: Digitale Lösungen und neue Systeme entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie im Alltag konsequent genutzt und verstanden werden.

Vortrag von Martina Gampl - Konzept A: Warum reicht Wissen in der Apotheke 2026 nicht mehr aus?

Ein zentrales Thema der gesamten Reihe war die Lücke zwischen Wissen und Umsetzung. Martina Gampl (Konzept A) hat das in ihrem Beitrag sehr klar beschrieben: Viele Apotheken wissen genau, was zu tun wäre, die eigentliche Herausforderung liegt in der konsequenten Umsetzung im Tagesgeschäft. Operative Belastung, fehlende Struktur und zu viele parallele Anforderungen führen oft dazu, dass gute Ansätze nicht nachhaltig umgesetzt werden. Damit verschiebt sich die zentrale Frage im Apothekenalltag immer stärker vom „Was ist zu tun?“ hin zum „Wie setzen wir es wirklich um?“.

Vortrag von Emanuel Winklhofer - Apotheker & Seminarleiter: Welche Rolle spielen Menschen und Systeme in der Apotheke 2026?

Emanuel Winklhofer hat diesen Gedanken aufgegriffen und deutlich gemacht, dass digitale Systeme nur dann funktionieren, wenn die Menschen sie auch tragen. Seine Frage „Updates für Systeme und was ist mit den Menschen?“ trifft einen entscheidenden Punkt. Denn auch in der Praxis zeigt sich: Digitalisierung ist kein Selbstläufer. Sie funktioniert nur, wenn Teams eingebunden sind, Prozesse klar definiert sind und Veränderungen aktiv begleitet werden. Damit wird deutlich: Die Apotheke 2026 ist kein reines Technologiethema, sondern vor allem ein Führungs- und Organisationsthema.

Vortrag von Steuerberater für Apotheken: Wo bleibt eigentlich der wirtschaftliche Erfolg in der Apotheke?

Aus Sicht von uns als Steuerberater für Apotheken lag ein Schwerpunkt genau auf dieser Frage. In vielen Apotheken entsteht nicht das Problem durch fehlenden Umsatz, sondern durch fehlende Transparenz in der wirtschaftlichen Struktur. Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) ist dabei ein zentrales Instrument, wird aber häufig nur als Rückblick genutzt, nicht als aktive Steuerungsgrundlage. Dabei zeigt die Praxis immer wieder ähnliche Muster: wirtschaftliche Schwächen entstehen selten punktuell, sondern durch fehlende Gesamtsicht.

Typische Ursachen sind:

  • unklare Wertschöpfung in einzelnen Leistungsbereichen
  • nicht konsequent gesteuerte Kostenstrukturen
  • ungenutzte Deckungsbeiträge
  • fehlende wirtschaftliche Bewertung neuer Leistungen

Die BWA liefert diese Informationen bereits, sie wird nur oft nicht konsequent genutzt.

Wie wird aus der BWA ein echtes Steuerungsinstrument?

Entscheidend ist der Perspektivwechsel: weg vom reinen Zahlenbericht hin zur aktiven Steuerung der Apotheke. Im Kontext von Apotheke 2026 – Pack ma’s! wurde deutlich, dass wirtschaftlicher Erfolg auf klaren Strukturen basiert.

Dazu gehören vier zentrale Ansatzpunkte:

  • Die Wertschöpfung muss verstanden werden, um zu erkennen, welche Bereiche tatsächlich zum Ergebnis beitragen.
  • Gleichzeitig ist die aktive Steuerung der Kostenstruktur entscheidend, da viele Effekte erst im Zusammenspiel sichtbar werden.
  • Darüber hinaus spielt die Kundenbindung eine wirtschaftliche Rolle, da stabile Beziehungen langfristig zur Ergebnisentwicklung beitragen.
  • Ergänzt wird dies durch neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Vortrag von Christian Forstner - Blister Süd: Welche praktischen Ansätze wurden in der Veranstaltungsreihe gezeigt?

Neben den wirtschaftlichen Themen wurden auch sehr praxisnahe Inhalte vorgestellt. Besonders im Bereich Spezialversorgung wurde deutlich, wie stark sich neue Geschäftsfelder entwickeln. Christian Forstner (Blister Süd) zeigte beispielsweise konkrete Ansätze im Bereich Blistermanagement und Spezialversorgung, die für viele Apotheken neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen können. Auch die Beiträge von Anna Iacob und Eike Sommer zur Kundenbindung machten deutlich, dass nachhaltige Kundenbeziehungen heute weniger über einzelne Maßnahmen, sondern über stabile Prozesse entstehen.

Welche Rolle spielt Pharmatechnik in der Entwicklung der Apotheken?

Die Beiträge von Pharmatechnik selbst, unter anderem durch Gerd Krauß sowie die Teams für Digitalisierung, Kundenbindung und Versorgungslösungen, haben gezeigt, dass Technologie ein wichtiger Baustein ist, aber nie isoliert betrachtet werden darf. Erst das Zusammenspiel aus Systemen, Menschen und Prozessen führt zu echter Veränderung im Apothekenalltag.

Eindrücke der Referenten

Unser Fazit: Eine rundum gelungene Veranstaltung

Die Veranstaltungsreihe zeigt deutlich, dass die Apothekenbranche an einem Wendepunkt steht. Die Herausforderungen sind nicht neu, aber sie werden komplexer und stärker miteinander verknüpft. Gleichzeitig wird klar: Viele Lösungen sind bereits vorhanden sie müssen nur konsequent genutzt werden. Gerade im Zusammenspiel mit betriebswirtschaftlicher Steuerung wird deutlich, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht durch mehr Arbeit entsteht, sondern durch bessere Struktur und bessere Entscheidungen. Die BWA ist dabei kein reines Controlling-Instrument, sondern richtig genutzt ein zentraler Hebel für die Steuerung der Apotheke 2026.


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